Craig flog uns mit der Red von der Goodwill hinüber. Es sind keine zwei Kilometer, und trotzdem fühlte sich der Anflug an wie eine Reise. Die Dauntless lag quer vor den Sternen, zweihundertvierzig Meter dunkles Metall, nur die Positionslichter und eine Reihe Fenster am Hangardeck beleuchtet. Wir hatten sie vor einem halben Jahr aus zweiter Hand gekauft, eine Idris-P, die zivile Ausführung ohne das große Geschütz, von einer Gesellschaft, die ihre Sicherheitsflotte auflöste. Seitdem hing sie neben der Goodwill und wartete auf eine Besatzung, die wir noch nicht hatten.
Das Hangardeck zieht sich durch die ganze Längsachse des Schiffs und bietet Platz für drei kleine Schiffe. Craig setzte die Red ohne Freigabe hinein; in der Flugleitung über dem Deck saß niemand, der eine hätte geben können. „Auf einer Idris bin ich oft gelandet“, sagte er. „Aber noch nie, ohne dass jemand in der Flugleitung saß.“ Es klang nicht wie ein Witz. Die Red stand danach auf dem Deck wie ein einzelner Stuhl in einer Halle. Ivo hatte das Deck, einen Korridor und den Besprechungsraum hinter der Brücke ans Netz genommen; der Rest der Dauntless lag im Dunkeln, der Reaktor auf Mindestlast. In einer Ecke des Decks stand der beheizte Container, in dem Ivo schlief, wenn Craig ihn abends nicht mehr mit der Red abholte, was an den meisten Abenden so war. Auf dem Weg nach vorn kamen wir an der verschlossenen Wartungsluke zum Kielkanal vorbei, in dem bei der Militärversion die Railgun sitzt. Bei unserer war der Kanal leer. Ivo klopfte im Vorbeigehen dagegen, aus Gewohnheit.
Die Krankenstation
Alice, Myra und ich nahmen den Umweg über die Krankenstation. Ivo hatte sie nicht ans Netz genommen; wir gingen mit Handlampen. Fünf Betten unter Schutzhüllen, eines davon in einem abgetrennten Raum für Eingriffe, die Geräte abgedeckt, die Luft so kalt, dass unser Atem vor den Lampen stand. Die Vorbesitzer hatten die Station sauber hinterlassen. Benutzt hatten sie sie offenbar nie; an den Schränken klebten noch die Siegel der Werft.
Alice zog eine der Hüllen zurück und sah sich das Bett an, wie sie sich einen Patienten ansieht: zuerst von weitem, dann die Anschlüsse, dann die Verriegelung der Seitenteile. Das Bett war besser als alles, was auf der Goodwill in Betrieb war. Sie legte die Hülle wieder darüber, glatt.
„Besser als meine“, sagte sie. „Trotzdem bleiben sie abgedeckt.“
Ich hatte die Station in meinem Entwurf als zweite medizinische Einheit eingezeichnet. Alice hatte den Entwurf gesehen und bis zu diesem Moment nichts dazu gesagt. Jetzt sagte sie, dass sie nicht in zwei Sälen stehen könne und nicht an zwei Orten Visite machen werde, und dass ein Bett ohne Personal ein Versprechen an den Patienten sei, das wir nicht halten könnten. Sie würde die Station in Betrieb nehmen, wenn es ein zweites Team gab. Vorher nicht, auch nicht halb.
„Und wer kümmert sich um deine Patienten auf der Goodwill, wenn du ausfällst?“, fragte Myra.
Alice sah sie an und sagte, darüber würden wir gleich reden. Myra ging voraus.
Der Besprechungsraum hinter der Brücke hatte zwölf Klappsitze, und wir waren sechs. Ivo prüfte an jedem, ob die Verriegelung noch hielt, bevor er sich setzte. Craig setzte sich, bevor Ivo fertig war. Nadia bat Ivo, mit dem Rütteln aufzuhören, legte ihre Liste auf den Tisch und daneben das Headset; den Notrufkanal hatte sie für den Vormittag hierher umgeleitet.
Sechs Leute, zwölf Stühle
Für die Besprechung gab es zwei Dinge. Das eine hatte ich vorbereitet: eine Projektion der Dauntless als mobile Einsatzbasis, so, wie sie in einem Jahr oder in zweien aussehen sollte. Die Krankenstation mit ihren fünf Betten; das Hangardeck als Werkstatt und Rettungsdeck; Lager, Unterkünfte für achtundzwanzig, von denen wir sechs brauchten. Das andere hatte Nadia vor einer Woche auf meine Bitte angelegt. Ich zeigte das Ziel und bat Nadia, ihre Liste daneben zu legen; über die Lücke zwischen beiden mussten wir an diesem Tag reden. Die Liste enthielt keine Zahlen, sondern zwei Spalten: links jede Anlage, die auf unseren beiden Schiffen in Betrieb war, vom Saal bis zum Hangardeck; rechts der Name des Crew-Mitglieds, das sie Tag für Tag am Laufen hielt.
Die Liste war deutlich kürzer als mein Entwurf. Auf der Goodwill: ein Saal, ein Aufwachraum, der Scanner, die Landebucht mit Dekontamination, der Notrufkanal, der Bereitschaftsraum und ein Kabinenblock, von dem wir zwei Kabinen heizten. Auf der Dauntless: das Hangardeck, ein Korridor, dieser Raum. Neben jedem Eintrag stand ein Name. Mancher Name stand dreimal.
Dann kam Nadia zu dem Punkt, den sie seit Tagen hatte ansprechen wollen. Ivo hatte Nächte auf dem Hangardeck gearbeitet, die in keinem Plan standen, an der Wartungsliste der Vorbesitzer. Craig hatte Stunden nicht aufgeschrieben, zum Beispiel den Morgen nach dem Yela-Einsatz, an dem er in der Landebucht gewartet hatte, statt zu schlafen. Myra hatte Verbrauchsmaterial aus einem eigenen Vorrat nachgelegt, von dem niemand wusste. Solange Jalen im Aufwachraum lag, hatte Alice neun Nächte auf der Bank im Bereitschaftsraum geschlafen, weil ihre Kabine kalt war. Ich hatte meine Kabine seit Monaten nicht geheizt und das für eine Entscheidung gehalten, die nur mich betraf.
„Ich kann nicht planen, was ihr mir nicht sagt“, sagte Nadia. „Jeder von euch hält mehr am Laufen, als auf dem Plan steht. Das ist anständig. Es ist auch der Grund, warum ich nicht weiß, wer von euch morgen noch auf den Beinen ist.“
Wir hatten uns angewöhnt, nur das in Betrieb zu halten, was ein Patient brauchte, und an allem anderen zu sparen. Das war richtig. Wir hatten nur vergessen, dass ein Patient auch eine Crew braucht, die ausgeschlafen ist.
„Dann schreiben wir auf, was jeder nebenher noch stemmt“, sagte ich. „Ich fange an.“ Ich nannte zuerst, was bei mir auf keinem Plan stand: die Nachtstunden und die kalte Kabine. Die Kabine gab ich mit einer gewissen Würde zu Protokoll; ich schlief seit Wochen in zwei Pullovern. Nadia nickte und schrieb mit.
Myra schrieb ihren Vorrat in die Liste. Ivo schickte seine tatsächlichen Arbeitszeiten und dazu, ungefragt, die Wartungsliste der Vorbesitzer; sie war länger als Nadias beide Spalten zusammen. Alice ließ sich eine geheizte Kabine eintragen und zwei Stunden am Tag, in denen sie nicht erreichbar war, außer für den Saal. Craig fragte, ob er die Sechs-Uhr-Runden auch eintragen solle. „Die vor allem“, sagte Nadia.
Craigs Dienstzeit
Später blieb Craigs Blick an meiner Skizze des Hangardecks hängen, an dem Bereich, den ich als Rettungsdeck mit Erstversorgung eingezeichnet hatte.
„Ich bin von so einem Deck gestartet“, sagte er. „Zwei Jahre, auf einer Idris der Navy. Weißt du, wie viele Leute auf dem Deck standen, wenn eine Maschine rausging?“
Ich wusste es nicht.
„Mehr, als du hier insgesamt hast.“ Er zählte auf: zwei in der Flugleitung über dem Deck, zwei am Schiff, einer am Tor, einer im Maschinenraum, der nichts anderes tat, als die Anzeigen zu lesen. Dazu die Brücke, die besetzt sein musste, solange auch nur ein Schiff draußen war. „Acht Leute, damit ein Rettungsschiff sicher raus- und wieder reinkommt. Das ist nicht die Besatzung. Das ist die Mindestzahl, bevor du anfängst zu arbeiten.“
„Eine Idris, die niemand fliegt“, sagte Ivo, „ist kein Schiff. Das ist ein Dock mit Positionslichtern.“
Craig wollte wissen, wer die Maschinenwache stand, während die Red auf einem Einsatz war. Wer die Dauntless wartete, wenn Ivo auf einem Wrack saß. Wer in der Flugleitung saß, wenn er selbst flog. Auf keine der drei Fragen gab es heute eine Antwort. Ich schaltete die Projektion ab. „Als Plan für dieses Jahr taugt das nicht“, sagte ich. „Als Ziel schon.“
Dann strich Craig einen Flugauftrag, den er selbst vorgeschlagen hatte: vier Tage Begleitschutz für einen Konvoi nach Hurston. Vier Tage hätte er gefehlt, und ohne ihn gab es für die Red keinen Piloten; wer in diesen vier Tagen im Gürtel einen Notruf absetzte, hätte auf die Rettung aus Orison warten müssen. Nadia hatte den Auftrag bereits in den Plan eingetragen. Sie löschte die Zeile, ohne zu widersprechen, und fragte, ob es den Konvoi auch als Tagesauftrag gebe. Craig wollte nachfragen.
Schließlich sagte Nadia den Satz, auf den sie seit dem Anflug gewartet hatte. „Wir könnten sie kalt lassen. Ein Jahr. Und sie nicht in jede Skizze malen, als wäre sie schon da.“
Niemand fragte, wen sie meinte. Ivo sagte, kalt sei sie schon jetzt, und auch ein kaltes Schiff mache Arbeit; die Wartungsliste werde davon nicht kürzer. Craig sagte nichts und sah aus dem Fenster. Ich sagte, warum ich das Schiff trotzdem behalten wollte. Auch die Goodwill kann zu einem Notruf fliegen. Aber sie ist ein Hospitalschiff; dorthin, wo geschossen wird, fliegt sie nur mit Begleitschutz, und den haben wir nicht. Yela ist nicht der einzige Gürtel, in dem Leute in Wracks sitzen, und nicht jeder Patient übersteht den Weg bis zu uns. Die Dauntless ist eine Fregatte, auch ohne das große Geschütz: gepanzert, mit Schilden und eigenen Geschütztürmen. Sie kann auch dorthin fliegen, wo es gefährlich ist, die Verletzten über den Hangar aufnehmen, sie in der Krankenstation erstversorgen und stabil zur Goodwill bringen. Und wenn jemand dort festsitzt, weil andere ihn nicht weglassen, kann sie ihn notfalls auch freikämpfen. Je früher jemand versorgt wird, desto besser stehen seine Chancen; das hatte ich in Orison oft genug am Ende eines Transports gesehen, der zu lange gedauert hatte. Das war von Anfang an der Gedanke hinter Stonehearst gewesen; wir hatten damals nur kein Schiff dafür.
Wenn irgendwann Geld übrig sei, sagte ich, würde ich die Dauntless auf die K-Ausführung umrüsten lassen. Ivo hatte nur auf das Stichwort gewartet. Der Umrüstsatz setze ein Strahlengeschütz in den leeren Kielkanal, an dessen Luke er vorhin geklopft hatte, dazu einen Raketenturm und fünf Laser zur Punktabwehr. „Die Punktabwehr zuerst“, sagte Craig. „Die hält uns die Raketen vom Leib, solange wir stillhalten müssen, weil die Red mit einem Verletzten in den Hangar einfliegt. Und das Geschütz hat so viel Wucht, dass sich jeder zweimal überlegt, ob er uns überhaupt angeht. Meistens reicht es schon, wenn sie sehen, dass wir es haben.“ Ivo sagte, für den Einbau brauche er mehr als zwei Hände, und sah dabei Craig an. Craig nickte, ohne aufzusehen.
„Alles richtig“, sagte Myra. „Aber die Brücke besetzt das trotzdem nicht.“
Alice sagte, für sie hänge die Idee nicht an einem Schiff, sondern am Operationssaal, und der stehe auf der Goodwill, bis es einen zweiten gebe. Sie sagte es nicht gegen mich. Sie sagte es, damit es im Protokoll stand.
Ich schlug vor, was ich aus allen Einwänden zusammen heraushörte: Die Dauntless bleibt ein Jahr kalt, wie Nadia es wollte, aber gewartet, wie Ivo es verlangte; sie kommt in keinem Plan vor, für den uns die Leute fehlen; und in sechs Monaten stellen wir die Frage noch einmal, mit Namen statt mit Kästchen. Niemand widersprach. Nadia schrieb es als erste Zeile ins Protokoll.
„Ich kenne Leute aus der Dienstzeit“, sagte Craig. „Einen zweiten Piloten, vielleicht jemanden für den Maschinenraum. Ob die zu uns passen, ist eine andere Frage. Ich frage trotzdem.“
Wegen Rinas erfundener acht Minuten bat ich um einen zweiten Satz im Protokoll: Wer uns ruft, muss nur sagen, was er weiß; die Fragen stellen wir, und niemand wird abgewiesen, weil er sie nicht beantworten kann. Myra ergänzte nur, dass Rina jetzt jeden unserer Anrufe annehme und beim letzten Mal von sich aus berichtet habe, wie der Verband aussehe. Alice trug Jalens Termin für die Fäden in die Liste ein, hinter Myras Namen, und dahinter meinen, falls Myra an dem Tag nicht konnte.
Myras Liste
Myra hatte eine eigene Datei vorbereitet. Darin standen keine Schiffe, sondern Menschen, Material und Zeiten: Jalens Fäden, Rinas Erreichbarkeit während ihrer Schichten auf Grim HEX, unser Bestand an Infusionslösung und Verbandmaterial, die Lieferzeit von Orison bis Yela und die Tage, an denen Myra selbst nicht verfügbar war. Sie legte ihre Abwesenheit so nüchtern offen wie jeden anderen Eintrag.
Ich fragte nach einer Vertretung. Sie sah mich an und wartete. In meinem Entwurf stand eine Krankenstation mit fünf Betten, und auf jeder Skizze hatte ich stillschweigend angenommen, dass Myra neben diesen Betten stehen würde und Alice im Saal daneben. Ich hatte keine von beiden gefragt. Vor einer Stunde hatte Myra in der Krankenstation gefragt, wer Alice vertrete, und Alice hatte die Antwort verschoben. Es war unangenehm, wie selbstverständlich mir das vorgekommen war.
„Ich gehöre nicht zum Inventar“, sagte Myra. „Mich zeichnet man nicht einfach in eine Skizze, ohne zu fragen.“
Sie hatte recht, und ich sagte das auch, vor allen anderen. Dann holte ich das Fragen nach. Myra sagte, sie übernehme die Krankenstation, sobald es jemanden gebe, der sie an den Tagen vertritt, an denen sie nicht da ist. Vorher nicht. Nadia schrieb es wörtlich ins Protokoll.
Alice beantwortete die Frage, die sie verschoben hatte. Wenn sie ausfiel, war der Saal zu. Dann flog die Red nach Orison, so wie Myra dreizehn Jahre lang geflogen war, und niemand auf diesem Schiff versuchte, an ihrer Stelle zu operieren, auch ich nicht. Sie wollte das als feste Regel im Protokoll haben, nicht als Notlösung. Einen Patienten nach Orison zu bringen, sei kein Versagen, sagte sie. Versagt hätten wir erst, wenn sich niemand zuständig fühle.
Ivo schlug vor, die Werkstatt auf der Dauntless zunächst auf einen der drei Hangarplätze zu beschränken; mehr könne er allein nicht in Ordnung halten. Craig wollte einen Arbeitsplatz in der Flugleitung über dem Deck, von dem er die Startplätze überblicken konnte. Nadia brauchte einen festen Ort für die Pläne und Unterlagen, auf den mehr als eine Person zugreifen konnte; das Büro neben der Brücke reichte dafür. Alice wollte nichts auf der Dauntless, außer dass die Siegel an den Schränken der Krankenstation blieben, bis sie selbst sie löste. Zusammen brauchten wir weniger Fläche, als mein Entwurf vorsah, und mehr Zeit von Leuten, die wir noch nicht hatten.
Dann gingen wir Myras Liste ein zweites Mal durch, Eintrag für Eintrag. Für jede Aufgabe hielten wir fest, wer sie übernehmen konnte und wer sie übernahm, wenn der Erste ausfiel. Wo niemand Zeit hatte, blieb der Eintrag ohne Namen. Es blieben mehr Einträge ohne Namen, als mir lieb war. Ich trug mich bei zwei Aufgaben ein, die nur ein Arzt erledigen konnte, und ließ eine dritte bewusst offen: Ein leeres Feld war ehrlicher als mein Name bei einer Aufgabe, die ich nicht schaffen würde.
Protokoll 001
In der Pause ging ich allein auf die Brücke. Sie war nicht am Netz; nur die Notbeleuchtung lief, und durch die Scheiben lag Yela unter uns, grau, mit dem hellen Strich des Gürtels dahinter. Von hier oben sah das Schiff aus, als könnte es alles. Zwölf Plätze für Leute, die wir nicht hatten. Als freier Notarzt hatte ich einmal drei Wochen auf einem Frachter verbracht, dessen Brücke größer war als die Wohnung meiner Eltern in Prime und auf der nie mehr als vier Leute Dienst taten. Damals hatte ich mich gefragt, wer so ein Schiff kauft. Jetzt wusste ich es. Ich blieb, bis Nadia mich rief.
Die Dauntless blieb im Plan, aber in kleinerem Umfang. Für den Moment bedeutete das Projekt: Das Hangardeck, ein Korridor und dieser Raum bleiben am Netz, als Werkstatt, Lager und Ort für Besprechungen. Die Krankenstation bleibt versiegelt, bis es ein zweites Team gibt. Der Rest des Schiffs bleibt kalt. Die Goodwill bleibt unsere Einsatzbasis, mit dem einen Saal, in dem drei Leute das leisten, wofür anderswo sechs stehen. Craigs Platz in der Flugleitung und Nadias Büro kommen dazu, sobald Ivo sie ans Netz nehmen kann; vorher nicht. Bevor die Dauntless sich einen Meter bewegt, brauchen wir einen zweiten Piloten und jemanden für den Maschinenraum, zwei Namen, die wir noch nicht haben. Und für jede Aufgabe auf Myras Liste einen zweiten Namen, bevor wir eine neue dazunehmen. Einen Termin für mehr legten wir nicht fest.
Ivo wollte die Klappsitze noch einmal durchsehen. Craigs Sitz hatte beim Aufstehen doch nachgegeben; Ivo sah ihn an, als hätte er es schon immer gesagt. Craig half ihm, den Sitz auszuhängen. Dabei sagte Craig, nebenbei, dass er eine Antwort von Aremis bekommen habe. Mehr sagte er nicht, und niemand fragte.
Myra ging mit Craig zur Red zurück; sie wollte vom Hangardeck aus die Bestellung nach Orison aufgeben, solange sie die Lieferzeit noch im Kopf hatte. Alice ging mit ihnen; sie wollte im Medizinmodul noch nach dem Rechten sehen, bevor sie zum ersten Mal seit Wochen in einer geheizten Kabine schlief. Craig würde die Red danach noch einmal herüberbringen. Nadia und ich blieben im Besprechungsraum bei der Liste sitzen. Durch die Fenster sah man die Goodwill, grau, mit einem einzigen erleuchteten Modul, und dahinter den Gürtel.
Als ich das erste Protokoll speicherte, kam eine Nachricht von Rina. Jalen wollte wissen, ob Ivo einen Blick auf seine überarbeitete Halterung werfen könne; er habe das Winkelstück gezeichnet, mit der rechten Hand. Ich rief Ivo an, bevor ich Rina antwortete. Er sagte zu, und Nadia trug eine halbe Stunde Werkstattzeit in die Liste ein, mit Ivos Namen dahinter.

