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SALVAGE / REPAIR

Rückkehr zur Kestrel

Ivo hält die Kestrel noch für reparierbar und will das Wrack selbst untersuchen. Rina braucht das Datenmodul hinter dem Pilotensitz, Alice will etwas anderes aus dem Schiff. Na dann los …

MISC Fortune beim Bergen eines Wracks
© CIG / RSI

Ivo Brenner hatte die Schadensbilder mit drei Farben markiert. Rot hieß unbrauchbar, Gelb ungeprüft, Grün in Ordnung. Grün war nur ein einziges Bauteil, der Quantenantrieb. Er hielt das Display so in die Kamera, dass Rina vor allem die gelben Markierungen sah.

„Könnte sich machen lassen“, sagte er.

Nadia Serrat zog das Display zu sich und schrieb unter seine Liste, was das kostete: zwei Sprünge, einen Tag Verzug beim Nachschubflug nach Orison und Werkstattzeit auf dem Hangardeck, die nur Ivo selbst leisten konnte. Ivo lehnte sich zurück. Er mochte es nicht, wenn Nadia seine Listen vervollständigte. Besonders dann nicht, wenn sie damit recht hatte.

Wir saßen im Bereitschaftsraum der Goodwill, dem einzigen Raum auf dem Schiff, in dem morgens alle zusammenkamen, weil er geheizt war und weil Alice dort frischen Tee und Kaffee kochte. Seit Jalens Operation waren zwei Tage vergangen. Alice hatte am Morgen den Verband gewechselt und war zufrieden: die Finger warm, die Schwellung rückläufig, der Patient ungeduldig. Er hatte sie um fünf Uhr gefragt, ob er aufstehen dürfe, um sechs, ob sein Schiff noch da sei, und um sieben, ob jemand in den Gürtel fliege. Alice hatte ihm auf die dritte Frage gesagt, dass sie das nicht entscheide. Dann hatte sie mir im Gang gesagt, was sie aus der Kestrel haben wollte, falls wir hinfliegen sollten: alles Persönliche aus dem Cockpit und den Kojen, Dinge, die Jalen gern um sich hätte. Ein Patient, der seine Sachen um sich hat, liegt ruhiger. Sie hatte das in Orison an tausend Betten gesehen und hatte es ohne jede Betonung gesagt, als gäbe sie eine Dosierung durch.

Die Kestrel trieb noch immer im Gürtel. Rina hatte uns gebeten, das Datenmodul hinter dem Pilotensitz zu bergen: Darauf lagen die Auftragsbestätigungen der letzten zwei Jahre und die Fotos aller Reparaturen, die Jalen selbst ausgeführt hatte. Ohne diese Unterlagen konnte sie dem Geldgeber nichts vorlegen; ihm hatte sie ihren Anteil am Schiff, den größeren, als Sicherheit für das Darlehen verpfändet. Seine Zustimmung zur Bergung hatte sie innerhalb von zwei Tagen eingeholt. Von einer Reparatur hatte sie nicht gesprochen. Sie hatte nur zweimal gefragt, was Ivo von den Bildern halte.

Ivos Schätzung

Ich hatte Ivo in einer kleinen Werkstatt in Lorville kennengelernt, unter den Türmen von Hurston Dynamics, wo die Luft nach Metall schmeckt. Damals zerlegte er eine Kühlanlage, deren Austausch dem Eigentümer bereits in Rechnung gestellt worden war. Er fand einen fehlerhaften Anschluss und bestand auf einer Korrektur der Rechnung. Zwei Stunden lang, gegen seinen eigenen Chef. Seitdem wusste ich, dass er auch dann stur blieb, wenn es um Anstand ging und nicht nur um Technik.

Ich hatte Rina zugesagt, dass er sich die Kestrel ansehen würde, ohne ihn vorher zu fragen, und es ihm erst am Morgen nach dem Einsatz gesagt. Er hatte mich angesehen, als überlegte er, ob er sich darüber ärgern sollte, und dann nur gefragt: „Wann?“

Auch bei der Kestrel war er überzeugt, dass mehr zu retten war, als die Fotos zeigten. Eine Freelancer sei ein zäher Rumpf, sagte er, MISC baue sie so, dass man nach einem Treffer noch nach Hause komme. Er wollte das Schiff selbst untersuchen, bevor jemand es endgültig abschrieb.

„Eine Stunde am Wrack“, sagte Nadia. „So lange brauchen wir für das Modul und die Behälter. Was du in der Stunde siehst, siehst du.“

„Eine Stunde ist keine Untersuchung. Das ist ein Blick durch die Tür.“

„Dann sieh genau hin.“

Ivo stimmte zu, mit der Miene eines Mannes, dem man gerade eine gründliche Untersuchung verboten hatte. Ich kannte diese Miene von mir selbst. Alice kannte sie von uns beiden; sie sah von ihrem Tee auf und schmunzelte.

Wir flogen mit Nadias MAX, weil die Red keinen Platz für Werkzeugbehälter hat und weil Nadia ohnehin nicht zugelassen hätte, dass jemand anderes ihr Schiff in den Gürtel steuert. Craig nahm den Turm über dem Laderaum. Myra und Alice blieben auf der Goodwill; jemand musste den Notrufkanal besetzen, und Alice ließ ihren Patienten am zweiten Tag nach der Operation nicht ohne Arzt zurück. Die MAX lag am Andockkragen der Goodwill; in die Landebucht passt sie nicht. Als Nadia ablegte, sah ich Myra hinter dem Fenster des Bereitschaftsraums stehen, mit dem Headset, bereits im Gespräch.

Zwei Schiffe am Wrack

Ich war mit Ivo im Laderaum und ging die Behälterliste durch, als Craig über die Bordverbindung sagte: „Kontakt. Andere Seite der Kestrel. Kein Transponder.“

Nadia antwortete nicht. Ich spürte, wie die MAX unter den Füßen den Kurs wechselte, ein langer Bogen statt des direkten Anflugs. Als ich ins Cockpit kam, hatte sie die MAX so gelegt, dass das Wrack auf einer Seite lag und der Weg zurück frei blieb. Auf dem Scanner stand ein zweiter Kontakt: ein Schiff, kleiner als die Kestrel, dicht hinter ihr. Auf Craigs Rufe antwortete es nicht.

Der Gürtel von Yela gehört niemandem. Crusader Security fliegt die Hauptrouten ab; zwischen den Felsen sind die Nine Tails zu Hause, und wer dort nicht antwortet, wenn man sich mit Kennung meldet, hat selten einen guten Grund. Ich hörte, wie oben im Turm die Waffen hochfuhren.

Craig hatte zweimal gerufen, knapp, in dem Ton, den man in der Navy für Kontakte ohne Kennung lernt: identifizieren oder abdrehen. Ich hatte als Vertragsarzt lange genug auf Bergbaustationen gearbeitet, um zu wissen, wie man dort auf diesen Ton antwortet: gar nicht. Man wartet ab, ob geschossen wird.

„Craig“, sagte ich und wartete, bis er „Hier“ sagte. „Waffen bereit, kein Schuss, solange sie keinen abgeben. Nadia, du redest. Du bist hier öfter unterwegs als wir alle zusammen.“

Nadia nickte, ohne die Hände von den Steuerknüppeln zu nehmen.

Dann drehte das fremde Schiff. Seine Triebwerke leuchteten auf, und die Nase schwenkte langsam zu uns herum.

„Sie drehen auf uns ein“, sagte Craig. Seine Stimme war ruhig geworden; bei Craig war das kein gutes Zeichen.

„Ich halte Abstand“, sagte Nadia. „Aber ich drehe nicht weg. Wer wegdreht, zeigt ihnen den Antrieb.“

Nadia öffnete den Kanal. Sie nannte unsere Kennung, ihren Namen und den Auftrag, stellte keine Frage und sagte dann, dass wir für die Eigentümer kämen und niemandem etwas wegnehmen wollten. Ivo war hinter mir ins Cockpit gekommen. Niemand sprach. Ich zählte die Sekunden, in denen ein Schuss hätte fallen können.

Auf diesen dritten Ruf meldete sich jemand. Eine Drake Vulture, zwei Leute an Bord, Berger. Sie hätten die Kestrel vor sechs Stunden gefunden, antriebslos, ohne Kennung, ohne Antwort, und hielten sie für aufgegeben. Ob wir den Auftrag der Eigentümer belegen könnten.

Wir schickten unsere Kennung und den Auftrag. Rina schickte die Unterlagen in den Kanal, und auf dem Bild der Vulture sah man, wie einer der beiden sie las. Es gab keinen Schusswechsel. Was es gab, war ein Streifen Steuerbordbeplankung, den sie bereits abgetragen hatten. Sie gaben ihn nicht zurück, und wir verlangten es nicht; im Gürtel hätte uns niemand dabei geholfen. Sie räumten ihren Arbeitsbereich.

„Zwei Tage ohne jemanden an Bord“, sagte der Mann auf dem Bild, bevor er die Verbindung beendete. „Im Gürtel gilt so ein Schiff als aufgegeben.“

Craig nahm die Waffen aus der Bereitschaft. Über die Bordverbindung hörte ich ihn ausatmen.

Als die Vulture außer Sichtweite war, öffnete Nadia den Kanal noch einmal und bedankte sich bei den beiden für die Auskunft. Craig fragte über die Bordverbindung, wofür.

„Damit die nächsten uns auch antworten“, sagte Nadia. „Im Gürtel redet man übereinander.“

Das Fach hinter dem Sitz

Die Innentür der Schleuse stand noch so offen, wie Myra sie zwei Tage zuvor aufgespreizt hatte. Dahinter war die Kestrel eingefroren. Der Reif auf dem Boden knisterte unter den Stiefeln, und die Anzeige in meinem Helm meldete minus vierzig Grad. Von außen hatten wir gesehen, wo die Vulture die Beplankung abgetragen hatte, und was darunter lag: ein Spant, nicht gebogen, sondern gerissen. Innen suchte Ivo die Stelle, leuchtete jede Schweißnaht an der Steuerbordwand ab und sagte nichts.

Im Laderaum stand noch Jalens Arbeitsplatz. Eine Werkbank, mit Spanngurten an die Wand gezurrt, darüber beschriftete Kästen für Sicherungen, Dichtungen, Schrauben nach Größe. An der Wand eine Bestellliste, zur Hälfte abgehakt, die andere Hälfte wartete auf eine größere Lieferung. Ivo blieb davor stehen und las sie ganz durch.

„Der weiß, was er tut“, sagte er. „Er hatte nur nie das Material dafür.“

Ich ging Alices Liste durch, während Ivo arbeitete. In der Koje lag eine eigene Decke, keine aus dem Schiffsbestand, und darunter ein Buch, ein gedrucktes, mit Eselsohren; an der Wand über dem Kopfende klebte ein Zettel mit Frequenzen in Jalens Handschrift. Ich nahm die Decke, das Buch und den Zettel. Es fühlte sich an, als räumte ich die Wohnung von jemandem aus, der nur kurz weg war und jeden Moment zurückkommen konnte.

Die Cockpittür klemmte noch; seit dem Aufprall war Jalen nicht mehr ins Cockpit gekommen. Ivo setzte den Spreizer an und öffnete sie in zwei Minuten. Im Cockpit war es still und dunkel; durch die Scheibe wanderten die Felsen vorbei, langsam, mit jeder Drehung des Rumpfes. Der Pilotensitz war auf einen Mann eingestellt, der kleiner war als Ivo. An der Konsole klebte ein Foto von Rina, jünger, vor einem Schiff, das nicht die Kestrel war. Ivo löste es vorsichtig und gab es mir, ohne dass ich darum gebeten hatte. Dann arbeitete er sich zum Sitz vor und blieb dort länger still, als ich es von ihm kannte. An der Halterung des Datenmoduls fehlte eine Schraube; die andere war mit einem Stück Draht gesichert. Mir wäre die provisorische Befestigung nicht aufgefallen. Ivo machte sofort ein Foto davon.

Rina erklärte über Funk, dass Jalen den Halter nach einem früheren Schaden selbst befestigt hatte. Das Ersatzteil sollte mit der nächsten größeren Bestellung kommen. Ivo hörte zu, ohne sie zu unterbrechen. Später zeigte er mir, wo der Draht durchgescheuert war. Beim Aufprall hatte das Modul in der Halterung hin und her geschlagen; dass es noch dort saß, war Glück.

„Das ist nicht das Einzige“, sagte er leise, als Rina nicht mehr zuhörte. Er zeigte auf die Steuerbordwand, auf den Spant, auf zwei weitere Stellen, an denen Jalen Beschläge mit Mitteln befestigt hatte, die nicht dafür gedacht waren. Sauber gearbeitet, mit dem, was da war. Für eine Werkstatt bedeutete jede dieser Stellen zusätzliche Arbeit, die in keiner Schätzung stand.

„Meine Schätzung“, sagte Ivo, „ging von einem Schiff aus, das mit richtigen Ersatzteilen gewartet wurde.“

Wir holten das Modul und zwei gekennzeichnete Werkzeugbehälter heraus und trugen sie an der Leine zur MAX, dazu meinen Beutel mit Jalens Sachen. Für alles andere, die Werkbank und die Kästen, hätten wir anderes Gerät gebraucht. Ivo hätte gern noch die Wandverkleidung weiter geöffnet. Als Nadia über Funk die verbleibende Zeit ansagte, zehn Minuten, schickte er ihr die neuen Bilder und beendete die Untersuchung selbst. Ich hatte damit gerechnet, ihn zurückrufen zu müssen.

Auf dem Flug nach Grim HEX sah ich seinen Entwurf für Rina auf dem Display. Unter der alten Schätzung hatte er zwei Sätze eingefügt: „Den Aufwand für die provisorisch reparierten Bauteile habe ich zu niedrig angesetzt. Das ist mein Fehler, nicht Jalens.“ Darunter stand sein Name.

Grim HEX

Nadia setzte die MAX auf einem der Pads von Grim HEX ab, die in den Fels gehauen sind. Die Station ist von außen ein Asteroid mit Lichtern; innen beginnt sofort der Lärm. Noch bevor die Rampe unten war, stand ein Mann mit einem Datenblock am Pad und nannte eine Standgebühr, die auf keiner Tafel stand. Nadia zahlte, ohne zu verhandeln, und ließ sich den Betrag quittieren. Der Mann sah die Quittung an, als hätte er so etwas lange nicht ausgestellt.

Rina wartete hinter ihm, in einer Arbeitsjacke, die ihr zu groß war, und nahm uns die Behälter ab, bevor jemand sie darum bitten konnte. Ich sah sie zum ersten Mal ohne Bildschirm dazwischen. Sie war kleiner, als ihre Stimme vermuten ließ, und sie sah Ivo an, nicht mich.

Die schlechte Nachricht überbrachte Ivo selbst. Der Spant war gerissen, und ein gerissener Spant ist keine Arbeit für ein Hangardeck; dafür braucht es eine Werft, und bis dahin muss das Schiff geschleppt werden. Er schlug vor, zunächst eine ordentliche Teileliste anzulegen, bei zwei Werften anzufragen und dabei auch zu klären, was einzelne Baugruppen wert wären, falls sich die Reparatur nicht lohne. Er versprach nichts, und er erhob auch keinen Anspruch auf das Wrack.

„Was haben die mitgenommen?“, fragte Rina.

„Platten. Ersetzbar.“ Ivo schüttelte den Kopf. „Das Problem ist der Rahmen. Der war es schon, bevor die kamen.“

„Und der Antrieb?“

„Der Quantenantrieb ist das Einzige, was ich grün lassen würde. Den will jemand haben.“

Rina nickte, als hätte sie mit dieser Antwort gerechnet und trotzdem auf mehr gehofft. Der Geldgeber, sagte sie, habe ihr dreißig Tage gegeben. Dann wolle er wissen, was aus dem Schiff werde, das ihm als Sicherheit für das Darlehen diene. Sie fragte, ob das Modul noch funktioniere. Ivo gab es ihr in einer gepolsterten Hülle. Sie steckte es noch am Pad an ihr mobiGlas und wartete, bis die Verbindung stand. Dann atmete sie aus, zum ersten Mal, seit ich sie kannte.

Ich gab ihr das Foto von der Konsole. Sie sah es lange an und gab es mir zurück. „Das hängt bei ihm“, sagte sie. „Nicht bei mir.“ Dann fragte sie, ob sie mit auf die Goodwill könne. Nadia hatte den Platz hinter dem Pilotensitz bereits für sie freigeräumt, noch bevor Rina ausgeredet hatte.

Was wir zurückbringen

Im Anflug auf die Goodwill sah ich hinter ihr die Silhouette der Dauntless: die Idris, die wir vor einem halben Jahr aus zweiter Hand gekauft und seit der Überführung nicht ein einziges Mal bewegt hatten. Zweihundertvierzig Meter Schiff, dunkel bis auf die Positionslichter. Rina sah sie auch und fragte, ob die ebenfalls uns gehöre. Nadia sagte: „Uns gehört sie. Besetzen können wir sie noch nicht.“ Es war die genaueste Beschreibung, die ich bis dahin gehört hatte.

Dann wollte Rina wissen, woher der Name Stonehearst komme. Ich erzählte ihr vom Haus meiner Großmutter in Prime, einem alten Steinhaus mit dem einzigen offenen Herd in der ganzen Straße, und dass bei ihr jeder, der vor der Tür stand, einen Platz am Feuer bekam, ob sie ihn kannte oder nicht. Nadia sah dabei aus dem Fenster. Ihr hatte ich vor zwei Jahren eine andere Geschichte zu dem Namen erzählt: von einer Bergbaustation, auf der ich einen Winter lang der einzige Arzt gewesen war. Beide Geschichten stimmen. Ich erzähle nur selten beide auf einmal.

Alice holte Rina an der Schleuse ab und ging mit ihr ins Medizinmodul, ohne Umweg über uns. Ich sah die Geschwister später durch die Scheibe des Aufwachraums: Rina auf dem Stuhl neben dem Bett, Jalen aufrecht, die Decke von der Kestrel über den Beinen, das Buch mit den Eselsohren auf dem Tisch, das Foto an der Wand neben dem Bett, bis es wieder in sein Cockpit konnte. Alice stand in der Tür und ließ den beiden den Raum. Sonst schlief sie im Aufwachraum, weil ihre Kabine nicht geheizt war. Solange Jalen dort lag, schlief sie auf der Bank im Bereitschaftsraum, auch in dieser Nacht.

In der MAX blieb ich bei Craig, während er nach dem Flug den Sitz im Turm nachstellte. Er zeigte mir auf der Aufzeichnung, was ich von meinem Platz hinter Nadia nicht hatte sehen können: Nadia hatte die MAX die ganze Zeit mit der Nase zur Vulture gehalten, und unser Antrieb lag nie in deren Schusslinie. „Geschützt hat uns ihr Flugmanöver“, sagte er, „nicht meine Waffen.“

„Bei den ersten beiden Rufen war ich zu scharf“, sagte er dann. „So ruft man in der Navy. Im Gürtel redet man so mit niemandem, den man nicht kennt. Gut, dass du Nadia den Kanal gegeben hast.“

Dann gingen wir durch, wie im Cockpit und im Turm in solchen Momenten gesprochen wird: erst der Name, dann warten, bis der andere antwortet, dann die Anweisung, und nie zwei Leute gleichzeitig auf einem Kanal. Er wollte es am nächsten Morgen mit allen durchgehen, als feste Regel für jeden Flug. Um sechs. Ich hatte den Eindruck, dass er die Uhrzeit mit Absicht gewählt hatte.

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